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Mittwoch, 5. Oktober 2016

10. Rom. Eine Antikensammlung voller Überraschungen





Hände eines Kämpfers.  
Museo Nazionale Romano / Palazzo Massimo alle Terme 

Fast alle, die antike Rom an einem Tag sehen wollen, fangen mit dem Kolosseum an. Und das ist richtig, weil später es zu heiß wird und viel zu viel Besucher kommen. Dann spaziert man direkt zum Forum, es ist klar, es ist auch richtig. Aber es gibt in Rom noch ein Museum, das leider nicht so oft empfohlen ist, wie die anderen antike Orte: Palazzo Massimo alle Terme. 
 

Altrömische "Barbi" aus einem Marmorsargophage (Tivoli, Ende 2. Jahrhundert vor Ch.). Die Frisur erinnert sich an Giulia Domna, die Frau vom Kaiser Settino Severo. 

Museo Nazionale Romano / Palazzo Massimo alle Terme 

Samstag, 1. Oktober 2016

9. Rom. Das Quellwasser aus den Ruinen




Eine Allee mit Statuen ist ein Teil vom Innenhof des Hauses der Vestalinnen im Forum Romanorum. Für mich war das Haus ein Erlebnis, das im Gedächtnis bleibt, wie auch das Amphitheater im Trier mit offenen für Besucher unterirdischen Gängen ist. Als wir drinnen waren, konnte ich mir gut vorstellen, wie nicht nur Tierleiche von der Oberfläche da verschwanden. Damals oben am Rande einer Treppe pflückte ich ein paar Thymianzweige, aus denen später Tee gebrüht und getrunken wurde, Mit einem Gedanke an Gladiatorenblut und dessen Geschmack im Tee.  
Im Forum Romanorum trank ich auch – das Wasser aus den Quellen. Ich glaube nicht, das genau diesen Quellen die Vestalinnen benutzten, um Wasser für den Tempel zu holen. Die "heilige" Quelle war irgendwo am Rand der Stadt. Aber egal. Das war das römische Wasser. Das Wasser aus Ruinen. Und wir hatten auch nötig. Es war schrecklich heiß und den ganzen unseren Vorrat an Wasser wurde vor dem Kolosseum vom Security weggeschüttelt (klar, aus Sicherheitgründen).  



Donnerstag, 29. September 2016

7. Florenz. Die Mosaik der Geschichte







Geschichte ist wie ein Netz aus einzelnen  Ereignissen und Schicksälen. Der Papst Leo X, deren Name wurde einem Appartement des Palasts Vecchio  gegeben  (auf dem Foto ist ein Fragment von der Wandmalerei aus einem der Zimmer), war mit Raffael und Michelangelo befreundet, gab ganzes kirchliches Geld für Prunkbauten, Kunst, Theater und Feste aus. Er war der "Verursacher" des Ablasshandels. Und er war, der Martin Luther exkommunizierte.  
Zwei Seiten der Renaissance: Raffael / Michelangelo und  Lucas Cranach d. A. / Lucas   Cranach d. J.